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Gnadenverfahren

Gnadengesuch stellen?
Wir helfen Ihnen dabei!

Es ist bereits ein rechtskräftiges Urteil in ihrem Fall ergangen? Nun haben sich neue Umstände ergeben, die das Gericht seinerzeit bei Ihrer Verurteilung noch nicht berücksichtigen konnte? Das deutsche Rechtssystem sieht in diesem Fall die Möglichkeit der Begnadigung vor. Um ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen, ist es maßgeblich, dass der Antrag von einem erfahrenen Rechtanwalt betreut und vorbereitet wird.

Wir helfen Ihnen u.a. bei der Klärung folgender Fragen:

  • Wie stehen meine Chancen für ein erfolgreiches Gnadengesuch?
  • Welche Voraussetzungen müssen dafür vorliegen?
  • Wer ist für die Entscheidung über mein Gnadengesuch zuständig?
  • Kann eine erfolgreiche Gnadenentscheidung widerrufen werden?
  • Habe ich einen Rechtsanspruch auf Gnade?
  • Kann ich meinen Strafantritt durch einen Gnadenantrag aufschieben?

Gnade vor Recht – Das Gnadengesuch soll dem Verurteilten zu Gerechtigkeit verhelfen und ist meist die letzte Möglichkeit, um einen Strafantritt abzuwehren oder aufzuschieben. Die Chancen auf einen positiven Ausgang sind dabei sehr gering. Doch die Entscheidung über einen Gnadenantrag ist immer eine Einzelfallentscheidung. Lassen Sie uns also gemeinsam ihren Fall betrachten – wir klären sie gerne bei einem persönlichen Gespräch über ihre individuellen Erfolgschancen im Gnadenverfahren auf.

Unser Service für Sie
Gnadenverfahren, Gnadengesuch stellen? Die Strafverteidiger München helfen Ihnen dabei.

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Die Anwälte der Rechtsanwaltskanzlei Kränzlein, Adams & Eckstein in München bei einer Besprechung

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Gnadengesuch: Was Sie jetzt wissen müssen

Das Gnadenverfahren ist ein außergerichtliches Verfahren nach Eintritt der Rechtskraft eines Urteils. Es dient dazu, Härten auszugleichen, die das Gericht im Urteil noch nicht berücksichtigen konnte (z. B. schwere Krankheit). In Bayern entscheidet das Staatsministerium der Justiz über Gnadengesuche nach der Bayerischen Gnadenordnung (BayGnO).

Verfahrensablauf: Was passiert als Nächstes?

  • Rechtskraft: Das Urteil ist endgültig; reguläre Rechtsmittel wie Berufung oder Revision sind bereits ausgeschöpft.
  • Vollstreckungsschutz: Parallel zum Gnadengesuch stellen wir oft bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub, um den Antritt der Haft aufzuschieben.
  • Antragstellung: Einreichung einer fundierten Begründung neuer, außergewöhnlicher Umstände bei der zuständigen Gnadenbehörde.
  • Prüfungsphase: Die Behörden (in Bayern das Staatsministerium der Justiz) prüfen die Situation und entscheiden über den Gnadenantrag.

Weiterführende Informationen rund um das Gnadengesuch

Was ist ein Gnadengesuch?

Gnadengesuch bezeichnet ein Ausnahmeverfahren, das den üblichen geregelten Gang eines Strafverfahrens grundsätzlich nicht in Frage stellen darf. Ziel eines Gnadengesuchs ist, trotz Rechtskraft, der teilweise oder vollständige Straferlass bzw. die Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung. Es geht um die Erlangung von Gerechtigkeit für den Verurteilten, wenn sich nach Rechtskraft die Verhältnisse zu seinen Gunsten derart verändert haben, dass die Aufrechterhaltung der Entscheidung nicht mehr tragbar ist.

Weil Gnade die Ausnahme sein soll, sind die Aussichten für einen Gnadenantrag in der Regel gering. Die Gnadenordnungen der Länder sehen für das Gnadenverfahren sehr detaillierte Regelungen vor, die den Gang des Verfahrens und die Zuständigkeiten festlegen. Hier gilt, dass nicht ein Laie, sondern nur ein Rechtsanwalt für Strafrecht die Erfolgsaussichten eines Gnadengesuchs abschätzen, Fehler vermeiden und einen korrekten Antrag stellen kann.

Details

Worauf muss man beim Gnadengesuch achten?

„Gnade vor Recht” – diese bekannte Redewendung macht eine wesentliche Eigenschaft des Gnadenverfahrens deutlich: Es handelt sich hierbei um eine Ausnahme, die den üblichen geregelten Gang eines Strafverfahrens grundsätzlich nicht in Frage stellen darf. Trotzdem ist auch das Begnadigungsverfahren weitgehend durch Gesetze und Verordnungen normiert.

So gilt zum Beispiel in den Gnadenordnungen der Länder, dass Gnade nur dann in Betracht kommt, wenn sich keine anderen rechtlichen Möglichkeiten für eine Veränderung mehr bieten. Dies kann ein Wiederaufnahmeverfahren oder ein Antrag auf Strafaufschub sein. Diese rechtlichen Ausschlussgründe für ein Gnadengesuch gilt es vorab zu prüfen, am besten durch eine Anwaltskanzlei für Strafrecht.

Wir sind als Fachanwälte für Strafrecht auch im Gnadenverfahren für Sie tätig. Wir stellen für Sie fest, ob ein Gnadenantrag sinnvoll ist. Was sicher ist: Nur ein Rechtsanwalt für Strafrecht kann die Erfolgsaussichten für ein Gnadengesuch abschätzen und Sie unterstützen. Das gilt nicht nur für die überzeugende Formulierung der Begnadigungsgründe, die oft von ausschlaggebender Bedeutung ist. Angesichts der Tatsache, dass auch die Begnadigung in zunehmendem Maße „verrechtlicht” ist, können Fehler manche tatsächlich gegebenen Chancen zunichte machen.

Die wichtigsten Regelungen im Gnadenverfahren

  • § 452 der Strafprozessordnung (StPO) regelt die Zuständigkeit für das Gnadenrecht. Dieses kann beim Bund oder bei den Ländern liegen.
  • Art. 60 Abs. 2 Grundgesetz (GG) legt fest, dass für den Bund der Bundespräsident das Begnadigungsrecht ausübt.
    – In der Praxis spielt dies nur bei Staatsschutzdelikten (Beispiel: Bildung terroristischer Vereinigungen) eine Rolle.
  • Die einzelnen Landesverfassungen sehen vor, dass die Ministerpräsidenten der Länder das Begnadigungsrecht ausüben.
    Für Bayern gilt § 1 der Bayerischen Gnadenordnung (BayGnO): Der Ministerpräsident hat in diesem Bundesland sein Recht auf das Bayerische Staatsministerium der Justiz übertragen.

Wir setzen uns für Sie ein

Die Kanzlei Kränzlein, Adams & Eckstein in München setzt sich für Sie ein – auch im Gnadenverfahren. Nehmen Sie deshalb Kontakt mit uns auf, per E-Mail, Post oder Telefon. Wir wissen aus langjähriger Erfahrung als Strafverteidiger, worauf es bei einem Gnadengesuch ankommt und welche Fehler unbedingt zu vermeiden sind.

Wir loten für Sie auch andere Möglichkeiten aus, die Ihnen weiterhelfen können. Bedenken Sie, dass nur eine kompetente rechtliche Beratung von fachkundigen und in der Praxis erfahrenen Strafverteidigern Ihnen eine umfassende Prüfung aller Möglichkeiten zur Abwendung oder Abmilderung einer Strafe sichern kann. Lassen Sie sich deshalb von einem erfahrenen Team auf dem Gebiet des Gnadenrechts beraten!

Kränzlein | Adams | Eckstein

Ihr Rechtsanwaltsteam in München, im Landkreis und Bundesweit

Wir vertreten Ihre Interessen optimal gegenüber den Ermittlungsbehörden und den Strafgerichten. Jederzeit stellen wir die individuelle Problemlösung Ihres Falles in den Vordergrund.

Werner Kränzlein

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Michael Adams

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Alexander Eckstein

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Häufige Fragen zum Gnadenverfahren

Wer entscheidet in Bayern über ein Gnadengesuch?

Die Gnadenbefugnis wurde durch den Ministerpräsidenten auf das Bayerische Staatsministerium der Justiz übertragen (§ 1 BayGnO).

Bewirkt ein Gnadengesuch automatisch einen Strafaufschub?

Nein. Das Gesuch hält die Vollstreckung nicht auf. Wir müssen zeitgleich einen Antrag auf Vollstreckungsaufschub stellen.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten eines Gnadenverfahrens?

Statistisch gesehen sind die Chancen gering. Erfolg erfordert eine exzellente Darlegung neuer, außergewöhnlicher Umstände, die bisher noch nicht vorlagen. Wir als erfahrene Strafverteidiger unterstützen Sie dabei.

Welche Gründe werden in einem Gnadengesuch anerkannt?

Anerkannt werden oft schwere Erkrankungen oder extreme familiäre Notsituationen, die erst nach dem rechtskräftigen Urteil eingetreten sind.

Wie lange dauert ein Gnadenverfahren in Bayern?

Erfahrungsgemäß nimmt die Bearbeitung durch die Behörden einen Zeitraum von mindestens zwei bis sechs Monaten in Anspruch, in Einzelfällen auch länger.

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kämpfen wir für Ihr Recht

Egal wie der Tatvorwurf lautet, bei Vorwürfen im Strafrecht geht es um viel. Als Mandant benötigen Sie einen hochmotivierten Strafverteidiger, der sich zu 100% für Sie & Ihren Fall einsetzt. Die Anwaltssozietät Kränzlein, Adams & Eckstein ist eine ausschließlich auf die Strafverteidigung spezialisierte Kanzlei in München mit über 25 Jahren Erfahrung. Direkt am Strafjustizzentrum gelegen, kämpfen wir für Sie engagiert um das bestmögliche Ergebnis und schöpfen dabei alle rechtlichen Möglichkeiten aus.

Sei es die Verteidigung vor dem Amtsgericht, im Berufungsverfahren vor dem Landgericht oder bei Fragen des Haftaufschubs – die drei Münchner Strafverteidiger sind jederzeit für Sie da. Mit unseren Notfallnummern stehen wir Ihnen zudem auch außerhalb unserer Bürozeiten bei einer Verhaftung oder bei einer Durchsuchung zur Verfügung.

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