Diebstahlsdelikte

Diebstahl ist eines der „klassischen” Delikte und spielt auch in der Praxis der Strafverfolgung eine große Rolle. Diebstahlsdelikte machen um die 40 Prozent aller in der Kriminalstatistik erfassten Straftaten aus. Elemente des Diebstahls finden sich auch in anderen Straftatbeständen, zum Beispiel bei den Raubdelikten. Das häufige Vorkommen von Diebstählen korrespondiert mit einer hohen Zahl von Strafverfahren.

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Die Gerichte verurteilen die Täter oft zu Geldstrafen, aber auch Freiheitsstrafen sind möglich. Das Gesetz sieht für besonders schwere Fälle des Diebstahls Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor. Nicht nur deshalb ist es wichtig, als Beschuldigter rechtzeitig den Rat eines Rechtsanwalts für Strafrecht einzuholen.

Diebstahl als Massenphänomen

Gerade bei den Diebstahlsdelikten werden viele Verfahren schon vor einer Gerichtsverhandlung eingestellt. Auch aus Gründen der Arbeitsüberlastung werden dem Beschuldigten oft Einstellungen mit Auflagen angeboten, obwohl der Tatverdacht nicht über eine ausreichende Grundlage verfügt. Manchmal ist eine Wegnahme überhaupt nicht vollendet – was nur zu einer Versuchsstrafbarkeit führt. Oft ist beim Beschuldigten auch überhaupt keine Absicht vorhanden, sich den Gegenstand anzueignen – folglich liegt also keine Strafbarkeit vor. Manchmal sind die Auflagen unangemessen belastend – ein Strafrechtsanwalt kann auch hier tätig werden, um erheblich mildere Auflagen zu erreichen.

Wichtige Gesetzesnormen aus dem Bereich der Diebstahlsdelikte sind insbesondere:

  • Diebstahl, § 242 StGB
    • Dies ist die grundlegende Norm des Strafgesetzbuchs für die Definition des Diebstahls. Kurz gefasst beschreibt das Gesetz einen Diebstahl als Kombination von Wegnahme einer fremden Sache mit entsprechender Zueignungsabsicht. Beide Elemente müssen vorliegen – wer eine Sache nur zum vorübergehenden Gebrauch wegnimmt, macht sich grundsätzlich also nicht strafbar (eine Ausnahme ist der unbefugte Gebrauch eines Fahrzeugs, § 248b StGB).
  • Besonders schwerer Fall des Diebstahls, § 243 StGB
    • In dieser Norm sind einige Varianten der Tatbegehung aufgeführt, die den Strafrahmen deutlich erhöhen: Mindeststrafe 3 Monate.
    • Beispiele: Einbruch oder Einstieg in ein fremdes Gebäude, Gewerbsmäßigkeit, Entfernen einer Schutzvorrichtung usw.
  • Diebstahl mit Waffen, Bandendiebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, § 244 StGB
    • Diese Norm verschärft den Strafrahmen für Diebstahlsdelikte nochmals: Hier droht eine Mindeststrafe von sechs Monaten!

Ein Anwalt für Strafrecht hilft

Auch bei Diebstahlsdelikten gilt: Je früher Sie anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen, desto besser! Als Beschuldigter sind Sie nicht verpflichtet, sich zur Sache zu äußern. Die Inanspruchnahme dieses Rechts darf Ihnen nicht zum Nachteil gereichen. Bedenken Sie bitte, dass Sie als Laie ohne den fachkundigen Beistand durch einen Anwalt für Strafrecht allein einem mächtigen Apparat gegenüberstehen, der immer über einen Wissens- und Erfahrungsvorsprung verfügt.

Holen Sie sich auch anwaltlichen Rat ein, wenn die Staatsanwaltschaft Ihnen eine Einstellung des Verfahrens mit Auflagen gemäß § 153a StPO anbietet. Denn Grundlage einer Einstellung mit Auflagen ist ein hinreichender Tatverdacht. Wenn eine Straftat nicht vorliegt, haben Sie einen Anspruch darauf, dass das Verfahren folgenlos eingestellt wird. Wenden Sie sich deshalb an die Rechtsanwälte Kränzlein, Adams & Eckstein, Ihre Anwaltskanzlei für Strafrecht in München! Wir setzen uns für Sie ein.

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